Segeln, Lernen & Teamgeist - Unsere Hollandexkursion 2026

Autor/in: Milda Richter und Jodi Beckmann (Kl. 11)

Am Sonntag, dem 28. Juni 2026, startete unsere Hollandexkursion um 23 Uhr mit dem Reisebus. Nach einer langen Nachtfahrt erreichten wir am Montagmorgen gegen 9 Uhr die Hafenstadt Enkhuizen am IJsselmeer, wo unsere Segelboote bereits auf uns warteten. Nachdem wir unsere Boote bezogen hatten, besuchten wir zunächst das Zuiderzeemuseum. Dort hielten wir in kleinen Gruppen vorbereitete Vorträge über die Entstehung der ehemaligen Zuiderzee, die Geschichte Enkhuizens und weitere interessante Themen rund um die Region. 
Anschließend gingen wir gemeinsam einkaufen, damit wir uns während der Woche auf den Schiffen selbst versorgen konnten. Leider hatte eines der Segelboote einen Motorschaden. Deshalb musste ein Teil der Crew zunächst auf dem anderen Boot mitsegeln. Trotz dieses kleinen Zwischenfalls ließen wir uns die gute Stimmung nicht verderben. Am Abend bereiteten die eingeteilten Kochteams das Abendessen für ihre Crew zu. Danach hatten wir Freizeit. Viele nutzten den Abend, um gemeinsam das Fußballspiel Deutschland gegen Paraguay zu verfolgen.

Am Dienstag begann der Tag wie immer mit einem gemeinsamen Frühstück, das von den eingeteilten Schülerinnen und Schülern zubereitet wurde. Für das beschädigte Boot stand inzwischen Ersatz bereit, sodass beide Crews ihre Reise wie geplant fortsetzen konnten. Gemeinsam segelten wir nach Volendam, einem Fischerort am Markermeer. Ein Zwischenstopp auf dem Wasser sorgte auf beiden Schiffen für Badespaß. Im touristisch geprägten Volendam hatten wir dann Freizeit und konnten die Stadt mit ihren kleinen Geschäften, Souvenirläden und Restaurants auf eigene Faust erkunden.

Der Mittwoch begann mit dem Besuch eines traditionellen Käsemarktes. Dort konnten wir die berühmte niederländische Käsekultur kennenlernen und regionale Spezialitäten probieren. Anschließend blieb noch Zeit, den Ort selbst zu erkunden. Gegen Mittag hieß es wieder: Segel setzen! Unser nächstes Ziel war die historische Hafenstadt Hoorn. Da wir fast den ganzen Tag auf dem Wasser unterwegs waren, verbrachten wir den restlichen Abend nach dem gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde.

Am Donnerstag stand ein Ausflug nach Amsterdam auf dem Programm. Mit dem Zug fuhren wir in die Hauptstadt der Niederlande. Dort hielten wir unsere letzten Vorträge in kleinen Gruppen und erkundeten die Stadt. Danach trafen wir uns am Nationalmonument auf dem Dam und machten gemeinsam eine Bootsfahrt durch die Grachten von Amsterdam. Unsere Bootsführerin begeisterte uns mit ihrer humorvollen Art und vielen spannenden Informationen über Amsterdam, sodass die Führung besonders abwechslungsreich war. Anschließend durfte jeder selbst entscheiden, welches Museum er besuchen wollte. Bis zur Rückfahrt blieb noch etwas Freizeit. Erst am Bahnhof stellten wir fest, dass nicht nur die Deutsche Bahn manchmal mit Zugausfällen zu kämpfen hat, sondern auch die niederländische Bahn. Am späten Abend kehrten wir nach Hoorn zurück, wo wir gemeinsam zu Abend aßen und den ereignisreichen Tag ausklingen ließen.

Am Freitag segelten wir schließlich zurück nach Enkhuizen. Dort räumten wir die Schiffe auf, packten unsere Sachen und verabschiedeten uns von unseren schwimmenden Unterkünften. Gegen 16 Uhr traten wir mit dem Reisebus die Heimreise nach Angermünde an.

Am Samstag, dem 4. Juli 2026, kamen wir schließlich gegen 2.30 Uhr morgens wieder am Bahnhof in Angermünde an.

Während der gesamten Woche gehörten das gemeinsame Kochen und Frühstücken zum Alltag auf den Booten. Die eingeteilten Kochteams bereiteten jeden Morgen das Frühstück und jeden Abend das Abendessen für ihre gesamte Crew von je 22 Personen zu.
Unsere Skipper und Maate waren während der gesamten Reise sehr freundlich und sorgten dafür, dass wir uns an Bord wohlfühlten. Jeden Morgen und jeden Abend aßen sie gemeinsam mit uns und unterstützten uns beim Segeln. So lernten wir nicht nur das Segeln, sondern auch, Verantwortung zu übernehmen und als Team zusammenzuarbeiten.

Die Hollandexkursion war für alle Teilnehmenden eine unvergessliche Erfahrung. Neben spannenden Vorträgen, interessanten Städten und vielen neuen Eindrücken standen vor allem Gemeinschaft, Teamgeist und das Leben an Bord im Mittelpunkt. Mit vielen schönen Erinnerungen kehrten wir schließlich nach Angermünde zurück.