Einblick in die Industrie: Unsere Exkursion in die PCK Raffinerie

Autor/in: Yvonne Stöwe

Wie sieht der Alltag in einer der modernsten Raffinerien Europas aus? Und welche Berufe halten den riesigen Betrieb eigentlich am Laufen? Diesen Fragen gingen wir auf den Grund: Unsere Klasse 10 des Naturwissenschaftskurses besuchte die PCK Raffinerie in Schwedt zu einem spannenden Exkursionstag rund um das Thema Berufsorientierung.

Theorie trifft Praxis: Drei Zukunftsberufe im Fokus

​Nach einer herzlichen Begrüßung durch unsere Organisatoren Rene Mallow, Elektroingenieur im PCK und Andre Dahlke, dem stellvertretenen Ausbildungsleiter und Ausbilder der Industriemechaniker, startete unser Tag mit einer Präsentation über die Raffinerie und den verschiedenen Möglichkeiten der Berufsorientierung. Uns wurden drei Ausbildungsberufe vorgestellt, die bei PCK eine zentrale Rolle spielen und hervorragende Zukunftsaussichten bieten:

  • ​Chemikant/-in: Die Steuerungsexperten, die chemische Prozesse überwachen und dafür sorgen, dass aus Rohöl die Produkte entstehen, die wir täglich nutzen (wie Benzin oder Heizöl).
  • ​Elektroniker/-in für Automatisierungstechnik: Die Digital-Genies, die dafür sorgen, dass die hochkomplexen, elektrischen Anlagen und Messgeräte der Raffinerie fehlerfrei laufen.
  • ​Industriemechaniker/-in: Die Handwerksprofis, die riesige Maschinen, Pumpen und Rohrleitungssysteme warten, reparieren und Instand halten.

Im Interview: erfolgreicher Berufseinstieg auf Umwegen

Nicht für jeden Mitarbeiter führte der Weg direkt zur PCK. In einer spannenden Interview-Runde stellten sich 9 Mitarbeiter vor und erzählten ihre Geschichte wie sie erfolgreich im PCK als Ingenieur, Ausbilder, Feuerwehrmann, Disponent, Industriekauffrau, Chemikantin oder Chemielaborantin Teil des Teams werden konnten. Fazit der Runde war: „Es gibt nicht immer nur einen Weg im Leben um Erfolg im Beruf zu haben!“

​Das 30-Minuten-Praxis-Match: Ausprobieren ausdrücklich erlaubt! Das absolute Highlight folgte prompt: Praxis-Lernen in knackigen 30 Minuten! Statt nur zuzuhören, durften wir selbst Hand anlegen. In Kleingruppen ging es an verschiedene Stationen, um typische Handgriffe der Azubis auszuprobieren.

Ob das millimetergenaue Justieren von Bauteilen bei den Industriemechanikern, bei der Titration im Labor, dem Löten eines Aliens bei den Elektronikern oder das Zuordnen von Stoffströmen im Technikum – die Zeit verging wie im Flug.  Uns wurde schnell klar: Hier ist nicht nur Köpfchen gefragt, sondern auch echtes Teamwork und handwerkliches Geschick. Die Ausbilder und Azubis vor Ort standen uns Rede und Antwort und gaben uns ehrliche Einblicke in ihren Ausbildungsalltag.

Mittagspause! In der Mittagspause wurden wir in einer gemütlichen Runde mit einer leckeren Mahlzeit durch unsere beiden Organisatoren Herr Mallow und Herr Dahlke versorgt und konnten unsere ersten Eindrücke verarbeiten.

Gigantische Dimensionen: Die Busrundfahrt über das Werksgelände. ​Zum Abschluss des Tages hieß es: Einsteigen bitte! Bei einer exklusiven Busrundfahrt quer über das riesige, elf Quadratkilometer große Werksgelände bekamen wir die Dimensionen der Raffinerie erst so richtig zu spüren. Vorbei an kilometerlangen Rohrleitungssystemen, gigantischen Destillationstürmen und riesigen Tanks erklärten uns Herr Mallow und Herr Dahlke, wie die einzelnen Anlagen zusammenspielen. Es war beeindruckend zu sehen, wo die Arbeitsplätze der Chemikanten, Elektroniker und Industriemechaniker liegen, die wir kurz zuvor noch in der Theorie kennengelernt hatten. Zum Finale durften wir die Aussicht vom Kraftwerksdach über das enorme PCK-Gelände genießen und Einblicke in eine der modernsten Messwarten Deutschlands erhalten.

Unser Fazit: Der Ausflug zur PCK hat uns gezeigt, wie spannend und vielseitig die Arbeit in der Industrie ist. Ein großes Dankeschön an das Team der PCK,den Organisatoren Rene Mallow (Elektroingenieur), Kai Tauchert (Ausbildungsleiter) und Andre Dahlke (stellvertr. Ausbildungsleiter und Ausbilder Industriemechaniker) sowie den Ausbildern und Azubis für die tollen Einblicke – wer weiß, vielleicht sieht man den einen oder anderen von uns bald als Azubi wieder!