Interessierte Eltern und wissbegierige Sechstklässler besuchen das Einstein-Gymnasium am Wochenende
„Es hat sich gut angefühlt, unsere Schule zu zeigen, wenngleich viele Sechstklässler größer waren als ich“, so resümierte Greta H. aus der Klasse 71, die mit ihren Mitschülerinnen die Gäste am altehrwürdigen Eingangstor des Gymnasiums empfing und ihnen das Schulgebäude zeigte. Da kam es nicht auf körperliche Größe an, sondern darauf, wie die Jüngsten der Gymnasiasten hier ihre ersten Erfahrungen den Gästen vermittelten und aussagekräftig auf die zahlreichen Fragen reagieren konnten. Dies gelang den meisten richtig gut.
Am Samstag, dem 17.01.2026, herrschte nämlich reges Treiben zum „Tag der offenen Tür“. Denn das Einstein-Gymnasium Angermünde lud am Vormittag nicht nur Sechstklässler der Stadt und Umgebung ein, sondern begrüßte auch gern deren Eltern, Großeltern und ehemalige Schüler.
June H. aus der 71 fasste zusammen, dass das Zeitmanagement nicht einfach zu beherrschen war. Da fehlte einfach die Erfahrung, sich auf unbekannte Menschen einzustellen und das richtige Tempo zu finden, um nichts Wichtiges auszulassen, gleichzeitig aber die Besucher nicht zu langweilen.
Margarethe D., Pia S. und Johanna P. genossen es, voll Stolz ihre Räume zu zeigen und Besonderheiten dieser preiszugeben. Wenngleich alle Fachräume dekoriert waren und interessante Angebote zum Mitmachen bereithielten, ist sich Margarethe sicher: „Unsere Schule hat sich nicht verstellt. Sie war genauso wie im Alltag.“ Zumindest fast, denn ein paar „Zaubertricks“ hielten Schüler und Lehrer aus diesem Anlass natürlich bereit.
Im Biologiebereich konnte die eigene DNA aus Mundschleimhautzellen isoliert und mitgenommen werden. Außerdem wurden zahlreiche Nährstoffnachweise erbracht, deren Ergebnisse vielleicht sogar zur gesünderen Ernährung beitragen. Nicht nur die kulinarischen Angebote der 11er und die Crêpes im Französischraum, sondern auch das Moretum auf Brot nach Römerart ließen sich Gäste und „Einheimische“ nach dem vielen Input aus allen Kabinetten gut schmecken. Die zweiten Fremdsprachen waren für die Noch-Grundschüler von besonderem Interesse, denn die Elf- und Zwölfjährigen müssen sich für die nächsten vier Schuljahre für Französisch oder Latein verpflichten. „C’est la vie.“ oder „Per aspera ad astra.“ Was macht das für einen Unterschied?
Entscheidend sind Motivation und Neugier, um den neuen Bildungsabschnitt mit Freude und Interesse zu bewältigen. Das war das Anliegen dieser Vormittagsstunden. Wenn dann noch Siebtklässler wie Johanna H., Runa W., Jonas H., Lea H., Magdalena G., Pepe N. und Mia S. (alle 71) betonten, dass sie sich in einer Verantwortung für die nachfolgenden Schüler fühlten, haben sie viel erreicht. Gewachsen ist nämlich auch ihr Selbstbewusstsein, mit fremden Leuten vorbehaltlos zu sprechen, und ihre Kompetenz, auf andere Leute aufgeschlossen zuzugehen.
Gern würden zahlreiche Siebtklässler auch im nächsten Jahr wieder den „Tag der offenen Tür“ mitgestalten, Jannick V. (71) am liebsten in Unterstützung der Sportlehrer.
Gab es dennoch Unklares, konnte manches davon in einer kurzen Informationsveranstaltung durch die Schulleitung beseitigt werden.
Dank des Engagements aller Beteiligten wurde den Besuchern bestimmt ein Bild vermittelt, dass die zukünftigen Siebtklässler am Angermünder Gymnasium sehr gut aufgehoben sind.